Jahresrückblick 2020: Die Überraschungen des Jahres!

Nachdem ich euch bereits die Top 10 und Flop 10 des Jahres in Beiträgen vorgestellt hatte, folgen nun noch die Überraschungshits in Sachen Filme. Diese behandelt Highlights die meine Erwartungen überraschenderweise erfüllt oder sogar übertroffen haben. Es kann sich auch um Filme handeln, die ich vor Jahresbeginn noch nicht einmal auf dem Zettel hatte, also echte Überraschungen!

 

Die vorherigen Beiträge des Jahresrückblick 2020:

- Die besten Filme (TOP 10) 2020

- Die schlechtesten Filme (FLOP 10) 2020

 

Auf dieser Liste stehen Filme, die sowohl im Kino, als auch im Streaming bzw. Heimkino veröffentlicht wurden. Dabei ist das Raiting, anders wie bei den vorherigen Beiträgen, nicht relevant. Es zählt nur der Effekt den der Film auf mich hatte. Einige der Filme hatte ich aber zuvor schon als Honorable Mentions bei den Top 10 kurz erwähnt!

 

Kleiner und letzter Hinweis, dass ist eine persönliche Liste, also nach meiner eigenen Einschätzung zusammengefasst.


Monos: Zwischen Himmel und Hölle

Monos Plakat
© DCM Film

MCG-Raiting: 7.0

Genre: Thriller/Drama

FSK: 16

Laufzeit: 103 Minuten

Das ein südamerikanischer Film mich packen könnte, hätte ich zum Beginn von 2020 so gar nicht gedacht. Um so mehr hat mich Monos mit seiner Art der Inszenierung vollkommen in seinen Bann gezogen. Sein Filmtitel war eben so zutreffend wie auch interessant gewählt. Wer denkt, dass es sich hier um ein kleines Drama im Dschungel handelt, der täuscht sich. Monos hat eine fesselnde Geschichte, die durch ihre Lanschaftsaufnahmen noch verstärkt wird. Auf einer verlassenen und abgeschotteten Bergruine wird eine Guerillatruppe voller Jugendlicher gedrillt. Die Story selbst handelt auch von einer Entführung und da lohnt es sich genauer aufzupassen. Ich konnte diesen Dschungel-Thriller, so könnte man ihn am besten beschreiben, sogar in der Originalsprache sehen und war tatsächlich verblüfft was für ein Pacing dieser doch eher ruhige Film so hat.



Tyler Rake: Extraction

Tyler Rake Extraction Plakat
© Netflix

MCG-Raiting: 7.0

Genre: Action-Thriller

FSK: 18

Laufzeit: 116 Minuten

Chris Hemsworth in einem Actionfilm. Da kann eigentlich nichts schief gehen. Ich bin mit den normalsten Erwartungen an diesen Film herangegangen. Zwar hatte ich vor der Sichtung schon gehört, dass dieses Netflix-Original Wellen schlägt, aber mich hatte das zunächst überhaupt nicht gejuckt. Und wow, dieser brutale Actionkracher hat mich dermaßen abgeholt beim ersten Mal schauen. Es passiert in letzter Zeit selten bis gar nicht, dass mich ein Actionfilm so mitreißt, wie Tyler Rake. Sei es die Atmosphäre, sprich kein übercooler Soldat der nur wild umherballert, sondern einer der psychisch fast schon am Ende ist und mit wirklich allem was er hat seine Feinde zermalmt. Ein Kriegsfilm in bester John Wick Manier! Hinzu kommt, dass man hier auch Wert auf eine im Ansatz interessante Geschichte setzt. Eine Eigenschaft, welche aktuell fast jeder Action-Blockbuster vernachlässigt. 



Der Fall Richard Jewell

Der Fall Richard Jewell Plakat
© Warner Bros. Pictures

MCG-Raiting: 7.5

Genre: Drama

FSK: 12

Laufzeit: 129 Minuten

Ein Justiz-Drama mal wieder. Dieser Fall war äußerst spektakulär, zumindest was das mediale Interesse angeht. Es ist das perfekte Beispiel wie schnell der Held zum Sündenbock werden kann. Richard Jewell wurde 1996 zu unrecht beschuldigt, der Attentäter des Atlanta-Anschlags bei den olympischen Spielen zu sein. Die Geschichte regt zum nachdenken an, da hier ein unschuldiger Mann, aufgrund dem medialen Interesse, denunziert wurde. Der Film offenbart damit eine Geschichte, die ich so in dieser Form nie wirklich gehört oder verfolgt habe. Was dem Film erst so richtig in Fahrt kommen lässt, ist die Naivität der Hauptfigur, die zu wirklich allen, egal ob Freund, Polizei oder CIA-Agent wahnsinnig nett und zuvorkommend ist. Unfreiwillig bringt sich Jewell wegen seiner zunächst selbstverständlichen Mithilfe in den Verdacht der Attentäter zu sein. Die Qualität wird zudem durch grandiose Performances von Sam Rockwell und Hauptdarsteller Paul W. Hauser unterstrichen.



Sonic The Hedgehog

Sonic The Hedgehog Plakat
© Paramount Pictures

MCG-Raiting: 7.0

Genre: Abenteur/Familie

FSK: 6

Laufzeit: 99 Minuten

Videospielverfilmungen! Mit diesem Wort verbinde ich in den letzten Jahren viel negatives, um ehrlich zu sein. Auch ich zweifelte stark an einem Erfolg von Sonic The Hedgehog. Ich selbst, habe mir nie so recht was aus den Spielen des blauen Igels gemacht und dachte mir schon, dass hier ein potenziell sehr großer Flop auf uns lauert. Aber Pustekuchen! Dieses lustige und charmante Abenteuer hat mich äußerst gut unterhalten. So sehr, dass ich damit niemals gerechnet hätte. Es war mit Sicherheit nicht die beste Verfilmung eines Videospiels, aber in jedem Fall überraschend gelungenes Popcorn-Kino. Enorm viel dazu beigetragen hat allen voran Jim Carrey, der als Dr. Robotnik einfach nur fantastisch war. Eine Leistung, die man von ihm so lange vermisst hatte. Ich freue mich tatsächlich auch auf einen zweiten Teil. Auch das hätte ich vor der Sichtung kaum für möglich gehalten!



Der schwarze Diamant

Der schwarze Diamant Plakat
© Netflix

MCG-Raiting: 7.0

Genre: Thriller

FSK: 16

Laufzeit: 135 Minuten

Ich war allein schon davon überrascht, dass Adam Sandler mal fernab von seinen 0815-Streifen aus den vergangen Jahren in einem Ernst zunehmenden Film zu sehen ist. Noch überraschender war es, nachdem ich Der schwarze Diamant, oder im Original Uncut Gemes, gesehen habe. Dieser Typ hat doch so viel mehr drauf als alberne Komödie, die man nicht mehr sehen kann. Es waren in letzter Zeit so viele unterdurchschnittliche Nulpen mit ihm auf Netflix zu sehen, dass ich ihn eigentlich abgeschrieben hatte. Aber auch hier wurde ich eines Besseren belehrt. Der Thriller setzt seine Hauptfigur so dermaßen unter Druck bzw. Stress das wir in der Szenerie von einer ständigen Anspannung beherrscht werden. Ein Faktor, der diesen Film so undurchschaubar und spannend zugleich werden lässt, obwohl eigentlich gar nicht so viel spektakuläres passiert. Ich war sehr positiv davon angetan, auch wenn ich definitiv kein Meisterwerk nennen würde.



An dieser Stelle wollte ich noch kurz anmerken, dass jetzt meine persönlich größte Überraschung des Jahres folgt. Unabhängig von der Punktezahl! Ich hatte an diesen Film schon einige Erwartungen, dass er mir aber zusagt hatte ich nicht gedacht! Mehr dazu jetzt:


Der Unsichtbare

Der Unsichtbare Plakat
© Universal Pictrues

MCG-Raiting: 7.0

Genre: Horror/Thriller

FSK: 16

Laufzeit: 125 Minuten

Ja, an Der Unsichtbare hatte ich schon ein paar Hoffnungen und Erwartungen was die Qualität betrifft. Allerdings war ich beim Gang ins Kino auch skeptisch, ob diese wenig originale Idee wirklich gut funktionieren würde. Das hätte, meiner Meinung nach, auch ziemlich schnell in die Hose gehen können. Ich bin froh, dass sich diese Befürchtung nicht bestätigt hat und das Elizabeth Moss als Protagonisten wirklich hervorragend hervortut. Ein paar mal musste ich zucken, denn man weiß ja nie so recht wo sich der unsichtbare Kamerad tatsächlich versteckt. Und genau dieses Merkmal hatte dieser Film an den passenden Stellen eingesetzt. Man entwickelt langsam eine Sympathie für die immer mehr ins Abseits geratene Hauptfigur, die für alle anderen nur noch als Verrückte betrachtet wird und währenddessen sich dem unsichtbaren Terror widersetzen muss. Ein Kampf der, trotz oder sogar wegen harmloser Horror-Elemente, ein echtes Kino-Highlight 2020 war.



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