7 interessante Fakten zu Christopher Nolans "TENET"

Er kommt endlich ins Kino. Zumindest in ein paar Ländern. TENET wird ab morgen in den deutschen Kinos starten. Der meist erwartete Film des Sommers, vielleicht sogar des Jahres, läuft an und hofft auf großen Zuwachs in den Kinosälen. Nachdem wir kaum Infos aus den Trailern bekommen, gibt es in diesem Artikel zumindest einige sehr spannende und interessante Fakten zum neuen Streifen des Mindfuck-Regisseurs Christopher Nolan.

Fakt#1: Grundthema Inversion!

Während wir in einem ähnlichen Nolan Werk mit dem Titel Inception tief in die Welt der Träume gereist sind, wird uns Tenet einen Einblick in Sachen Zeit-Manipulation geben. Der elfte Film des Meister-Regisseurs  dreht sich rund um das Thema "Inversion". In diesem Fall spielt sich die Zeit rückwärts ab. Natürlich nicht immer, aber dafür wird der Film selbst die Erklärung dazu geben. Wie sich das Ganze auf der Welt des Filmes auswirkt, konnten wir bereits in den Trailern unter die Lupe nehmen. Leider haben diese, bis dato, nicht wirklich viel über die Story preisgegeben, außer das die Hauptakteure gespielt von John David Washington und künftiger Batman-Darsteller Rober Pattinson versuchen mit der Zeitumkehr den dritten Weltkrieg zu verhindern.  

Fakt#2: Nolan setzt auf alte Bekannte

Neben den beiden gerade genannten Hauptprotagonisten gibt es ein paar Darsteller, die man aus so manch anderem Nolan-Film bereits kennen sollte. Michael Caine geht hier als bestes Beispiel voran. Der Brite spielt schon zum achten Mal in einem Film von Christopher Nolan mit. Zu sehen war er u.a. in der gesamten Dark Knight Trilogie, Prestige, Inception, Interstellar und Dunkirk. Seine Rolle in Tenet soll aber eher klein sein. Er war letztlich nur ein Tag am Set und hatte dort nur Szenen mit John David Washington gedreht. Selbst das Drehbuch durfte er nicht lesen.

 

Ein weiterer Darsteller, der bereits in einem Nolan-Film mitwirkte ist Kenneth Branagh. Er war 2017 im Kriegsepos Dunkirk zu sehen. In Tenet allerdings wird er den Antagonisten verkörpern, anstelle des zuvor dargestellten Commander Bolton  aus Dunkirk, der seine Truppen retten will. 

 

Nolan selbst wiederholt dieses "Spielchen" mit denselben Darstellen immer mal wieder. Cilian Murphy, Tom Hardy und Larry Holden beispielsweise durften allesamt bereits in drei unterschiedlichen Nolan-Werken mitspielen. 

Fakt#3: TENET ist Nolans zweitteuerster Film

Mit den Jahren konnte Christopher Nolan von Film zu Film mit höher werdenden Budgets seine Regieposten antreten. Tenet kostete in der Produktion ungefähr 225 Mio. US Dollar. In Nolans Historie gab es nur einen Film der teurer war. Das war der 2012 erschienene The Dark Knight Rises, der zwar nicht das qualitativ hochwertigste Stück des Briten verkörpert, aber aktuell dessen erfolgreichster Film an den Kinokassen ist. Damals kostete das Finale seiner einzigen Filmreihe umgerechnet 250 Mio. US Dollar. Hier gibt es noch eine Übersicht über die anderen Werke inklusive deren Produktionsbudget als Vergleich:

  • Following (1998) - 6.000 US Dollar
  • Memento (2000) - 9 Mio. US Dollar
  • Insomania (2002) - 46 Mio. US Dollar
  • Batman Begins (2005) - 150 Mio. US Dollar
  • Prestige (2006) - 40 Mio. US Dollar
  • The Dark Knight (2008) - 185 Mio. US Dollar
  • Inception (2010) - 160 Mio. US Dollar
  • The Dark Knight Rises (2012) - 250 Mio. US Dollar
  • Interstellar (2014) - 165 Mio. US Dollar
  • Dunkirk (2017) - 100 Mio. US Dollar
  • Tenet (2020) - 225 Mio. US Dollar

Fun Fact zu allen Filmen: Alle. Und damit meine ich wirklich alle dieser Filme waren am Ende ihrer Kino-Laufzeit am Box Office ein Erfolg. Die bedeutendsten Erfolge an den Kinokassen feierte Nolan mit der Dark Knight Trilogie, Inception und Interstellar

 

Zeitgleich ist Tenet der zweitteuerste Originalfilm (also ein Film der nicht an ein Original oder eine Filmreihe gebunden ist) hinter dem erfolgreichen Avatar.

TENET Filmbild
Bild: John David Washington spielt noch den unbekannten Hauptprotagonisten. | Warner Bros.

Fakt#4: Nolan lies ein echtes Flugzeug crashen!

Einer der Gründe, warum Tenet ein enorm teurer Film geworden ist, klingt eigentlich vollkommen absurd. Im zweiten Trailer sah man wie ein Flugzeug, genauer gesagt eine Boeing 747 in einen Hangar crasht und anschließend explodiert. Und tatsächlich ist dies auch so in der Realität vorgefallen. Für den Film hatte man sich eine Maschine gekauft und absichtlich in einen Hangar reinmanövriert. Natürlich wurde eine in die Jahre gekommene Maschine dafür verwendet. Man sollte bedenken, dass die 747 einst das größte Passagierflugzeug der Welt gewesen ist. Es soll für die Macher, als auch die Crew hinter Tenet ein unglaubliches Spektakel gewesen sein, sich diese Szenerie mit anzusehen. 

 

Zu der Frage, warum man zu solchen extremen Mitteln für die Produktion eines Filmes greift, antwortete Nolan: "Wir fingen an es durchzurechnen. Es stellte sich heraus das es eigentlich effizienter wäre, ein echtes Flugzeug in echter Größe zu kaufen und die Sequenz real umzusetzen, anstatt Miniaturen zu bauen oder mit Spezial-Effekten zu arbeiten." 

Fakt#5: Robert Pattinsons Notlüge am Set

Während der Dreharbeiten zu Tenet hatte Robert Pattinson seinem Chef, Christopher Nolan gegenüber, eine Notlüge aufgetischt, um vorübergehend das Set verlassen zu können. Der Hintergrund dazu war, dass Pattinson zum Vorsprechen für den neuen Batman-Film von Matt Reeves eingeladen wurde. Pattinson entschied sich zu einer ziemlich plumpen Aussage, um sich davon zu stehlen. Gegenüber Nolan sagte er, dass es "einen familiären Vorfall gebe". Doch das hatte der Meister der Plot-Twist Christopher Nolan schnell enttarnt. Dieser sagte dazu lediglich: "Du gehst zum Batman-Vorsprechen, richtig?". Böses Blut gab es zwischen den Beiden, trotz dieser eigentlich sehr dreisten Lüge, keineswegs. Pattinson wurde wenig später als neuer Batman gecastet. Womöglich spielte es auch eine kleine, wenn auch markante Rolle in dieser Geschichte, dass Christopher Nolan mit der Figur des Batman Bekanntschaft schloss. Welcher "normale" Schauspieler könnte bei so einer Einladung schon widerstehen?

Fakt#6: Keine Musik von Hans Zimmer

Auch in Sachen Musik setzte Nolan in der Vergangenheit auf Kontinuität. Hans Zimmer ist mit Sicherheit fast jedem Filmfan ein Begriff. Fluch der Karibik, Der König der Löwen, Gladiator und Hannibal! Nur um mal ein paar Projekte des musikalischen Genies zu nennen. Für Christopher Nolan lieferte er u.a. die Soundtracks zu Interstellar, Inception, der gesamten Dark Knight Trilogie und Dunkirk. Er ist mittlerweile kaum mehr aus dessen Werken wegzudenken. Doch Zeiten ändern sich. In Tenet wird Zimmer nicht für die musikalische Begleitung des Films verantwortlich sein. An dessen Stelle wurde die Musik vom Isländer Ludwig Göransson geschrieben, der dennoch schon sehr prominente Projekte wie die Creed-Reihe, Black Panther, Venom und The Mandalorian vorweisen kann. Vermutlich hätte man keinen besseren Ersatz finden können, als diesen noch jungen aufstrebenden Komponisten.

 

Hans Zimmer musste Tenet absagen, da er für sein Herzensprojekt Dune die Musik produzierte und dadurch leider dessen Terminkalender diesen zusätzlichen Aufwand nicht mehr zuließ. Das Sci-Fi Epos von Denis Villeneuve soll Ende des Jahres in den Kinos erscheinen.

TENET Filmbild
Bild: In Tenet wollen die Protagonisten mit Zeit-Manipulation einen Weltkrieg verhindern. | Warner Bros.

Fakt#7: Die Schauspieler hatten Schwierigkeiten die Story zu verstehen

Es sollte mittlerweile jedem Filmfan oder Schauspieler bekannt sein, dass ein Nolan-Film zumeist ein äußerst verwirrendes Konstrukt darstellt. Denken wir nur einmal an Inception aus 2010! Tenet soll da keine Ausnahme sein. Selbst Hauptdarsteller John David Washington erklärte in einem Interview, dass er selbst bis zur Veröffentlichung des ersten Trailer die Story nicht komplett verstanden hatte. Auch Schauspielkollege Robert Pattinson gab zu, dass er selbst nach monatelangen Dreharbeiten immer noch nicht dahinter kam, worauf Tenet am Ende abzielt. Er selbst sagte dazu: "Es ist ein unglaublich komplizierter Film, wie auch alle anderen von Chris (...) man muss sie sich ansehen, wenn sie vollständig fertig und drei- oder viermal geschnitten sind, um sie zu verstehen, was die wahre Bedeutung ist." Das klingt erstmal danach, dass die Schauspieler ziemliche Probleme hatten. Regisseur Christopher Nolan jedoch behauptete, dass Pattinson während den Dreharbeiten alles verstanden hätte. Ziemlich verwirrend, findet ihr nicht? Ob alle Darsteller am Ende, das Konzept von Tenet zur Zufriedenheit auf der Leinwand präsentieren, werden wir allerdings erst im Film erfahren.


Wie der Film tatsächlich sein wird, könnt ihr schon bald selbst erfahren! Denn Tenet wird ab morgen, dem 26. August in den deutschen Kinos erscheinen und hoffentlich auch wieder mehr Zuschauer in die Kinos locken. Derzeit ist der Film auf wenige Länder beschränkt. Selbst in den USA wird der Film Anfang September nur in ausgewählten Kinos aufgeführt. Die Deutschen kommen also einmal früher in den Genuss, als die sonstigen Hochburgen des weltweiten Kinomarktes.


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