· 

Startschwierigkeiten bei Harley Quinn

DCs nächster Versuch mit Bösewichten bzw. Antihelden auf der Leinwand aufzutrumpfen scheint mal wieder zu scheitern. Nachdem sie in Suicide Squad als eine der wenigen positiven Aspekte aufgenommen wurde, erhielt die Figur der Harley Quinn, im Film durch Margot Robbie verkörpert, ihren eigenen Film. Bisweilen scheint das Projekt allerdings gehörig in die Hose zu gehen, wie die ersten Zahlen an den Kinokassen vermuten lassen.

Birds Of Prey Filmbild
Bild: Margot Robbie als Harley Quinn in "Birds Of Prey" | © 2000-2019 Warner Bros.

In den USA deutlich schwächer als erwartet

Fans waren voller Vorfreude darüber, dass die nicht allzu kinderfreundliche Harley Quinn einen Film mit R-Rating bekommt. Zuletzt hatte der Joker die Messlatte für erfolgreiche R-Rated Movies auf über eine Milliarde US Dollar an den Kinokassen hochgeschraubt und sogar Marvels Deadpool von dessen Thron gestoßen. DC hat also wieder einen Riesenerfolg für sich verbucht. Der nächste Versuch mit Harley Quinn hat aber wahnsinnige Startschwierigkeiten. Die angestrebte Marke an den US-Kinos zum Wochenden von rund 45 Mio. US Dollar wurde bei Weitem unterboten. Letztlich stand am Ende des ersten Kinowochenendes, welches ohnehin das Wichtigste der kompletten Kinolaufzeit darstellt, nur eine Summe von rund 33 Mio. US Dollar auf der Habenseite. Ein herber Rückschlag für die Antiheldin. Trotz sehr positiven Vibes innerhalb des US-Markts scheint Birds Of Prey einfach nicht die breite Masse so ansprechen zu können, wie vor knapp einem halben Jahr der polarisierende Joker. Diesem gelang zum Start ein nahezu unmöglich geglauber finanzieller Erfolg von über 90 Mio. US Dollar. Für einen Film mit R-Raiting einfach nur unglaublich!

 

Ein weiteres großes Problem, neben dem miesen Startwochenende, ist die Tatsache, dass die Oscar-Filme weiterhin eine nicht unbeachtliche Summe an Kinoeinnahmen abwerfen. Das Kriegsdrama 1917 (ausgezeichnet mit drei Oscars) zum Beispiel, nahm an seinem siebten Wochenende noch einmal knapp 9 Mio. US Dollar in den USA ein. Und auch der Action-Dauerbrenner Bad Boys For Life bleibt in der vierten Kinowoche auf einem achtstelligen Betrag, was seine Einnahmen betrifft. Harte Konkurrenz für Birds Of Prey.

Weltweite Einnahmen

Auch abseits des US-Markts läuft es nicht wirklich besser für Harley Quinn. 48 weitere Millionen kommen dem aktuellen Einspielergebnis aus dem ersten Wochenende hinzu. Auf weltweite Sicht ordnet sich, in ungewohnter Rolle, Mexiko als führender Kinomarkt, hinter den USA, als beste internationale Einnahmequelle ein. Dort wurden knapp fünf Millionen eingespielt. Auf dem europäischen Markt startete Birds Of Prey ganz besonders schlecht. Dort führt Großbritannien die Märkte mit vier Millionen an. Frankreich und Deutschland, welche für DC in der Vergangenheit immer sehr zuverlässige Kinomärkte waren, erreichten nicht einmal ganz drei Millionen zum Start. 

 

Hier eine kurze Übersicht auf die einzelnen Länder:

  • Mexiko (4,6 Mio. US Dollar)
  • Russland (4,0 Mio. US Dollar)
  • Großbritannien (3,9 Mio. US Dollar)
  • Brasilien (2,8 Mio. US Dollar)
  • Frankreich (2,7 Mio. US Dollar)
  • Australien (2,7 Mio. US Dollar)
  • Indonesien (2,4 Mio. US Dollar)
  • Korea (1,9 Mio. US Dollar)
  • Deutschland (1,8 Mio. US Dollar)

Nicht wirklich berauschende Zahlen! Vor allem wenn man betrachtet, dass Birds Of Prey im Vergleich zu anderen R-Rated Filmen beim Kinostart deutlich schlechter abgeschnitten. Zum Vergleich: Der im letzten Jahr gefloppte Terminator: Dark Fate spielte an seinem ersten Wochenende 29 Mio. US Dollar ein. Birds Of Prey liegt also nur haarscharf über dieser Marke. Es besteht also akute Sorge für DC. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es aber noch! DC hat in Vergangenheit mit Filmen, die ein sehr durchschnittliches oder miserables Startwochenende hinter sich haben, trotzdem immer wieder große Erfolge erzielt. Eine Wonder Woman, die damals das schlechteste Startwochenende im neu geformten DCEU erzielte, nahm am Ende starke 821 Mio. US Dollar. Wenig später konnte sogar Aquaman, der einen ähnlich schwachen Start hatte, die Milliarde knacken. Einziges Problem dabei: Das waren keine R-Rated Filme und die haben es vermeintlich sowieso immer leichter eine breite Masse in die Kinos zu ziehen.

Alle Einnahmen der Kinokassen sind einsehbar bei Box Office Mojo

Kommentar schreiben

Kommentare: 0