Jahresrückblick 2020: Die Enttäuschungen des Jahres des Jahres!

Der letzte Part meines Jahresrückblicks befasst sich mit den großen Enttäuschungen aus 2020. Also Filme an die ich persönlich hohe Erwartungen hatte und am Ende ziemlich enttäuscht wurde. Die Filme auf der Liste haben allerdings nichts mit den FLOP 10 zu tun!

 

Die vorherigen Beiträge des Jahresrückblick 2020:

- Die besten Filme (TOP 10) 2020

- Die schlechtesten Filme (FLOP 10) 2020

- Die Überraschungen 2020

 

Auf dieser Liste stehen Filme, die sowohl im Kino, als auch im Streaming bzw. Heimkino veröffentlicht wurden. Dabei ist das Raiting, anders wie bei den vorherigen Beiträgen, nicht relevant. Es zählt nur der Effekt den der Film auf mich hatte. Einige der Filme hatte ich aber zuvor schon als Honorable Mentions bei den Flop 10 kurz erwähnt!

 

Kleiner und letzter Hinweis, dass ist eine persönliche Liste, also nach meiner eigenen Einschätzung zusammengefasst.

 


Birds Of Prey

Birds Of Prey Plakat
© Warner Bros. Pictures

MCG-Raiting: 5.0

Genre: Action

FSK: 16

Laufzeit: 109 Minuten

Ich hatte wahnsinnig hohe Erwartungen an den neuen, etwas brutaleren DC-Streifen Birds Of Prey. Vielleicht zu hohe! Die Figur der Harley Quinn war zweifellos ein Augenzwinker der ziemlich schwachen Suicide Squad von 2016. Vier Jahre später bekam die Figur, die schon jetzt Kultstatus hat, ihren eigenen Film. Wobei das so auch nicht ganz stimmt. Letzten Endes erzählt man die Geschichte einer bunt zusammengewürfelten Mädels-Truppe, die sich auch erst in den allerletzten Minuten zusammenfindet. Der Titel passt meines Erachtens auch nicht wirklich, da Margot Robbie so sehr im Vordergrund steht, dass alle anderen Figuren der Story unglaublich uninteressant sind. Selbst so ein toller Schauspieler wie Ewan McGregor geht dabei förmlich unter, und kann seine sonstige Ausstrahlung überhaupt nicht zur Geltung bringt. Und von der Interpretation von Victor Zsasz fange ich erst gar nicht mal an zu sprechen!



Nightlife

Nightlife Plakat
© Warner Bros. Pictures

MCG-Raiting: 4.0

Genre: Komödie

FSK: 12

Laufzeit: 115 Minuten

Meine Meinung zum aktuellen deutschen Blockbuster-Kino ist kein Geheimnis mehr. Unsere heimischen Filme, ausgenommen kleinere Produktionen die durchaus Potenzial haben, sind selten ein positives Erlebnis. Dennoch versuche ich jedem dieser Filme noch eine gerechte Chance zu geben. Auch wenn das bedeutet, dass ich die Erwartung deutlich herunterfahren muss. So war das z.B. bei Nightlife. Aber es war am Ende doch wieder dasselbe Leid, wie bei anderen großen Produktionen aus Deutschland. Viel cringe, eine Story mit absurdem Level und einfach gesagt der absolute Standard einer deutschen Komödie in den aktuellen Zeiten. Warum können sich deutsche Produzenten mit ihren teilweise großen Budgets nicht mehr dazu aufraffen frische und interessante Komödien zu gestalten. Das aktuellen Beispiel ist zumindest keine Vollkatastrophe, aber bleibt trotz großen Namen sehr blutleer.



Project Power

Project Power Plakat
© Netflix

MCG-Raiting: 4.0

Genre: Action

FSK: 16

Laufzeit: 111 Minuten

Ach Netflix mal wieder! Ja, diese Originals haben es auch bei mir sehr schwer und trotzdem hoffe ich auf gute Unterhaltung. Diese Erwartung erhöhte sich sogar als ich über den Cast aufgeklärt wurde: Joseph Gordon-Levitt und Jamie Foxx. Beides Schauspieler die sehr sympathisch finde. Doch was war Project Power? Wenn man es kurz und vielleicht etwas lapidar ausdrücken möchte: Superhelden per Droge! Genau mit diesem Prinzip spielt der Film und eigentlich klingt das so abgespaced, dass dies in einem Film auch funktionieren könnte. Mehr als eine plumpe Story und knapp zwei belanglose Stunden Film kam dabei aber nicht rüber. Wenige Wochen zuvor wollte man auf Biegen und Brechen mit einer weiteren Netflix-Produktion im Superhelden-Genre etablieren. The Old Guard war da doch etwas besser, vor allem da es hier wenigstens bessere und nicht so eindimensionale Charakter wie beim gescheiterten Project Power gibt!



Enola Holmes

Enola Holmes Plakat
© Netflix

MCG-Raiting: 5.0

Genre: Krimi/Abenteuer

FSK: ?

Laufzeit: 123 Minuten

Und noch einmal Netflix. Nun folgt ein Beispiel bei dem das Marketing rund um den Film deutlich besser gewirkt hat, als der komplette Film. Auch hier wird man schnell hellhörig, bei den Namen im Cast: Henry Cavill, Sam Claffin und Shooting-Star Millie Bobby Brown. Dann folgten einige überschwängliche Kritiken aus den USA und schlussendlich sieht man einen ernüchternden und ziemlich belanglosen Streifen. Was besonders nervt ist die Erzählweise. Mit der Hauptfigur Enola Holmes, die Schwester von Sherlock Holmes, will man hin und wieder die vierte Wand durchbrechen, entschleunigt aber des Öfteren gerade dadurch den Film. Apropos Tempo. Auch das ließ viel zu wünschen übrig. Der Unterhaltungswert ist mager und auf Dauer ist dieser sehr unspektakuläre Krimi äußerst ermüdend. Und häufig wird uns noch weiß gemacht wie talentiert Enola sein soll. Na hoffentlich macht das die bereits bestätigte Fortsetzung besser!



Mulan

Mulan Plakat
© Disney

MCG-Raiting: 4.0

Genre: Fantasy/Action

FSK: 12

Laufzeit: 115 Minuten

Ich habe keinen Film im letzten Jahr mehr verteidigt als das Live-Action Remake Mulan. Wenn ich die immer gleichen Aspekte höre, wie "Mir fehlt Mushu" oder "Mulan soll doch gar nicht im Film singen", glaube ich das viele Kritiken an Disney-Remakes ziemlich heuchlerisch sind. Gerade die Tatsache, dass der neue Mulan sich deutlich mehr traut, als andere neu aufgelegte Disney-Klassiker der letzten, spricht für diesen Film. Trotzdem hat es dem Film nicht geholfen. Ein sehr dünnes und falsches Porträt dieser chinesischen Heldin ist der letzte Sargnagel für das gigantische Scheitern. Was uns hier vorgeführt wird ist ein lauwarmes Superhelden-Spektakel. Die Charakterisierung von Mulan, die hierbei quasi übermenschliche Fähigkeiten besitzt, raubt jedes Interesse an dieser Figur. Das war der Knackpunkt, wo klar wurde, dass er im Vergleich zum berühmten Zeichentrick (und um den kommt zwangsläufig nicht herum)  sehr schlecht abschneidet.



3 Engel für Charlie

3 Engel für Charlie Plakat
© Sony Pictures

MCG-Raiting: 4.0

Genre: Action

FSK: 12

Laufzeit: 119 Minuten

Ein Reboot! Genauer ein Soft-Reboot, dass ein gesamtes Franchise eröffnen sollte. Die Vorgänger haben schon einen kleinen Kultstatus inne, auch wenn sie qualitativ nicht unbedingt eine Augenweide sind. Beim neuen 3 Engel für Charlie wollte man hoch hinaus und hat dabei den Bogen etwas überspannt. Dabei ist das Trio, um das es diesmal geht nicht unbedingt der Faktor daran, denn deren Chemie habe ich durchaus gefeiert und wäre sogar bereit einen weiteren Film anzuschauen, wenn es denn mit anderen Faktoren wie einer spannenden Geschichte und guten Bösewichten einhergeht. Und auch die Action hinterlässt nicht den Eindruck, den die Originale entfalten konnten. Zugegeben, die vorherigen Filme hatten keine realistischen Szenen oder Choreographien. Sie werteten aber zumindest das Gesamtbild auf und genau das fehlte dem Reboot beinahe komplett.  



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