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Neue Corona-Maßnahmen: Kinos müssen im November schließen!

Die schlimmsten Befürchtungen vieler Kinobetreiber, sowie anderen Mitgliedern der Kultur-Branche (Theater, Oper, usw.) sind jetzt bittere Realität. Heute haben sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf neue Einschränkungen zur Bekämpfung steigender Corona-Infektionszahlen geeinigt. Wie auch Anfang des Jahres sind u.a. die Kinos davon betroffen.

Zweite Schließung seit März

Ein Monat lang sollen Freizeiteinrichtungen, darunter natürlich auch Kinos, weitestgehend geschlossen werden. Wegen dem exponentiellen Wachstum an Neuinfektionen der letzten Wochen, sahen sich Bund und Länder heute gezwungen, erneut drastische Einschnitte zu beschließen. Diese Einschränkungen durchlaufen noch einzelne rechtliche Prüfungen der jeweiligen Bundesländer, sind aber im Grunde schon fix und treten ab Montag, den 2. November in Kraft. Anders als noch im März ist der Lockdown zunächst nur auf einen Monat terminiert. In den nächsten zwei Wochen wollen sich Bund und Länder noch einmal verständigen, ob diese neuerlichen Maßnahmen den gewünschten Erfolg, also die Reduzierung neuer Infektionen (das s.g. Abflachen der Kurve), erzielen und gegebenenfalls noch einmal angepasst werden. Abhängig davon könnten die Lichtspielhäuser im Anschluss, also bei der Erreichung eines positiven Ergebnisses, im Dezember wieder öffnen. Nach momentanen Stand ist das allerdings nur Wunschdenken, da die Zahlen momentan weiter steigen. 

Harte Zeiten für die Kinos

Die erneut drastischen Einschränkungen werden natürlich auch viel Einfluss auf das aktuelle Kinoprogramm haben. Viele Kinostarts werden dadurch wieder von Verschiebungen geplagt sein. Mittelgroße Produktionen, die demnächst eigentlich starten sollten, müssen sich auf neue Termine einstellen. Darunter u.a. die Horror-Komödie Freaky (19.11), die bayrische Krimi-Komödie Kaiserschmarrndrama (12.11.) und der neue Film mit Mel Gibson in der Hauptrolle: Fatman (26.11.). Letztlich betrifft es die kompletten November-Kinostarts, sowohl auch Teile des ohnehin schon überschaubaren Kino-Dezembers. Dabei hatte man, Statistiken zufolge, in Deutschland noch keine einzige Infektion durch einen Kinobesuch feststellen können. Eine Statistik, die nun schlichtweg keine Rolle spielt, da die Gesundheitsämter diese, nach heutigem Stand, nicht mehr nachvollziehen können. Bundeskanzlerin Merkel appellierte noch einmal an die komplette Bevölkerung und begründete ihre Vorgehensweise. Kontakte müssen reduziert und das öffentliche Leben heruntergefahren werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Egal was man nun, von den neuen Maßnahmen hält, eines ist ganz klar: Es brechen (erneut) harte Zeiten für die Kinos an!

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